Leoni erzielte im Geschäftsjahr 2011 neue Rekorde bei Umsatz, Vorsteuergewinn und Nettoergebnis

Fortsetzung des Expansionskurses 2012 geplant

Nürnberg – Leoni, der führende Anbieter von Kabeln und Kabelsystemen für die Automobilbranche und weitere Industrien, hat im Geschäftsjahr 2011 bei allen wesentlichen Kennzahlen neue Rekordwerte erreicht. Der Konzernumsatz stieg um ein Viertel auf 3,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,96 Mrd. Euro) – und fiel damit deutlich höher aus als zu Jahresbeginn erwartet. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft mit der Automobil- und der Investitionsgüterindustrie. Aus regionaler Sicht konnte das Unternehmen vor allem in den BRIC-Staaten und den USA wachsen. Aufgrund einer seit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 nachhaltig verbesserten Effizienz erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stark überproportional auf 237,1 Mio. Euro (Vorjahr: 130,7 Mio. Euro). Beim Konzernüberschuss erwirtschaftete Leoni den größten prozentualen Zuwachs: Unter dem Strich verblieben 156,0 Mio. Euro – und damit ein mehr als doppelt so hohes Nettoergebnis wie im Vorjahr (67,2 Mio. Euro). Leoni beabsichtigt, eine Dividende von 1,50 Euro (Vorjahr: 0,70 Euro) auszuschütten.

Anfang des Jahres 2011 hatte der Kabelspezialist einen Umsatz von mindestens 3,1 Mrd. Euro und ein EBIT von 170 Mio. Euro geplant und erhöhte aufgrund des unerwartet guten Geschäftsverlaufs zweimal seine Prognose. Die Nachfrage entwickelte sich in nahezu allen Märkten stärker als angenommen und führte somit zu einer hohen Auslastung in der Fertigung.

Personal: Erstmals mehr als 60.000 Mitarbeiter

Um den gestiegenen Bedarf an Drähten, optischen Fasern, Kabeln und Bordnetz-Systemen zu decken, hat Leoni seine Personalkapazitäten im Berichtsjahr deutlich ausgeweitet. Am 31. Dezember 2011 beschäftigte das Unternehmen konzernweit 60.745 Personen, rund 10 Prozent mehr als zum Vorjahresstichtag (55.156 Personen). In Deutschland erhöhte sich die Beschäftigtenzahl um 242 auf 4.017 Mitarbeiter. Weltweit befanden sich rund 14 Prozent der Belegschaft in befristeten Arbeitsverhältnissen, was Teil der Konzernstrategie ist, die Kapazitäten angesichts nicht auszuschließender  Konjunkturschwankungen flexibler zu gestalten.

WCS: Zunahme margenstarker Geschäfte  

Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions (WCS) profitierte davon, dass sich fast alle Abnehmermärkte bis zum Jahresende stärker entwickelten als zunächst geplant. Besonders hoch war die Nachfrage nach Spezialleitungen für die Automobilindustrie sowie nach Kabelsystemen für die Bereiche Automatisierung, Robotik, Petrochemie und Schienenverkehr. Der Außenumsatz des Segments erhöhte sich im Berichtsjahr um 27 Prozent auf 1.677,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1.321,5 Mio. Euro). Das Bereichs-EBIT profitierte von der hohen Auslastung der Kapazitäten und einem wachsenden Anteil margenstarker Bereiche: Es stieg um mehr als 60 Prozent auf 90,9 Mio. Euro (Vorjahr: 56,3 Mio. Euro).

WSD: Starkes Wachstum in China, Russland und den USA

Die anhaltende Dynamik der weltweiten Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie führte im Unternehmensbereich Wiring Systems (WSD) zu einem kräftigen Wachstum, das zusätzlich vom Ausbau der Wettbewerbsposition begünstigt wurde. Regional betrachtet entfielen die größten Zuwächse auf China und Russland, deren frühzeitige Erschließung sich zunehmend auszahlt, sowie auf die USA. Im Zukunftsmarkt der Elektromobilität gelangen wichtige Fortschritte bei der Erweiterung der Produktpalette und im Projektgeschäft. Der Außenumsatz des Segments stieg 2011 um rund 24 Prozent auf 2.023,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1.634,2 Mio. Euro). Aufgrund positiver Skaleneffekte und nachhaltiger Strukturverbesserungen hat sich das  Bereichs-EBIT auf 146,2 Mio. Euro annähernd verdoppelt (Vorjahr: 74,3 Mio. Euro).

Kapitalfluss: Hoher Cashflow trotz Rekordinvestitionen

Die Finanzlage der Leoni Gruppe hat sich im Laufe des Geschäftsjahres 2011 wesentlich verbessert. Der Free Cashflow vor Dividendenzahlung und Akquisitionen nahm um rund 139 Prozent auf 121,2 Mio. Euro (Vorjahr: 50,7 Mio. Euro) zu. Die Kennzahl stieg spürbar stärker als prognostiziert, da sich stichtagsbezogene Zahlungsvorgänge in unerwartetem Umfang positiv bemerkbar machten und manche der geplanten Investitionsprojekte auf 2012 verschoben wurden. Gleichwohl investierte Leoni die Rekordsumme von 137,4 Mio. Euro in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (Vorjahr: 103,1 Mio. Euro), um der gestiegenen Nachfrage zu entsprechen und Kapazitäten für Neuprojekte vorzubereiten.

Finanzlage: Mehr Eigenkapital, weniger Nettofinanzschulden

Infolge des hohen Geldzuflusses und der Erlöse aus der 10-prozentigen Kapitalerhöhung haben sich die Nettofinanzschulden per 31. Dezember 2011 auf 233,9 Mio. Euro annähernd halbiert (Vorjahr: 444,6 Mio. Euro). Gleichzeitig nahm das Eigenkapital um mehr als die Hälfte auf 737,5 Mio. Euro zu (Vorjahr: 481,2 Mio. Euro), und die Eigenkapitalquote stieg auf 31,8 Prozent (Vorjahr: 23,8 Prozent). Das Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zu Eigenkapital (Gearing) betrug am Jahresende 32 Prozent (Vorjahr: 92 Prozent). Die Kapitalrendite (ROCE) verbesserte sich binnen Jahresfrist deutlich von 13,9 Prozent auf 24,0 Prozent.

Prognose: Fortgesetztes Wachstum bei steigender Ertragskraft

Leoni geht davon aus, seinen Expansionskurs im Geschäftsjahr 2012 fortzusetzen, wobei sich die Dynamik angesichts des überraschend starken Zuwachses 2011 verlangsamen wird. Das Unternehmen plant, in Abhängigkeit von der weltweiten Konjunkturlage den Konzernumsatz auf 3,8 bis 4,0 Mrd. Euro zu steigern. Das EBIT sollte sich in der Spanne von 230 bis 280 Mio. Euro bewegen. Weiterhin ist für 2012 vorgesehen, die Kapitalrendite und die Eigenkapitalquote über den Schwellen von 20 Prozent respektive 30 Prozent zu halten. Das Investitionsvolumen wird voraussichtlich auf 155 bis 185 Mio. Euro steigen.

Leoni-Konzernzahlen im Überblick

 

Kennzahlen Konzern

2011

2010

Veränderung

Umsatzerlöse [in Mio. €]

3.701,5

2.955,7

+ 25,2 %

EBIT [in Mio. €]

237,1

130,7

+ 81,4 %

Bereinigtes EBIT * [in Mio. €]

260,3

154,7

+ 68,3 %

EBIT-Marge [in %]

6,4

4,4

--

Konzernüberschuss [in Mio. €]

156,0

67,2

+ 132,1 %

Free Cashflow ** [in Mio. €]

121,2

50,7

+ 139,1 %

Return on Capital Employed [in %]

24,0

13,9

--

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte [in Mio. €]

137,4

103,1

+ 33,3 %

Akquisitionen und Finanzinvestitionen [in Mio. €]

2,7

4,3

- 37,2 %

Mitarbeiter (per 31.12.)

60.745

55.156

+ 10,1 %

* Ergebnis bereinigt um die Effekte aus der Neubewertung im Rahmen der Kaufpreisverteilung wesentlicher Akquisitionen, Restrukturierungen, Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte, Gewinne aus Unternehmenserwerben und Ergebnisse aus Derivaten im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen
**  vor Akquisitionen und Dividende

Kennzahlen kompakt
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