Leoni-Konzernumsatz im ersten Quartal 2016 annähernd stabil

EBIT wie erwartet unter Vorjahr – Prognose für das Gesamtjahr bestätigt

Nürnberg – Leoni erzielte in den ersten drei Monaten 2016 mit einem Konzernumsatz von 1.089,3 Mio. Euro annähernd das Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums von 1.108,8 Mio. Euro. Aus eigener Kraft konnte der führende europäische Anbieter von Kabeln und Kabelsystemen für die Automobilbranche und weitere Industrien sein Geschäftsvolumen leicht steigern. Allerdings wurde das organische Wachstum durch negative Effekte aus dem gegenüber der Vorjahresperiode deutlich gesunkenen Kupferpreis überkompensiert. Zusätzlich wirkten sich Wechselkursänderungen umsatzschmälernd aus.

Trotz des negativen Rohstoffeffekts nahm das Geschäftsvolumen der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) um rund 7 Prozent auf 767,7 Mio. Euro zu. In Amerika sank der Umsatz um rund 12 Prozent auf 166,2 Mio. Euro, was auf die schwache Nutzfahrzeugkonjunktur und den planmäßigen Auslauf von Projekten aus dem Bordnetzbereich zurückzuführen ist. In Asien verzeichnete Leoni vor allem aufgrund des nicht mehr konsolidierten Umsatzes einer in ein Joint Venture eingebrachten chinesischen Tochtergesellschaft sowie der teilweise abgeschwächten Konjunktur Chinas eine knapp
25-prozentige Umsatzreduzierung.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Leoni-Konzerns war im Berichtszeitraum wie erwartet erheblich von im zweiten Halbjahr 2015 gestarteten kritischen Bordnetz-Projekten belastet und lag bei 24,4 Mio. Euro (Vorjahr: 35,2 Mio. Euro). Nach Steuern wies Leoni einen Konzernüberschuss von 11,6 Mio. Euro aus (Vorjahr: 16,8 Mio. Euro).

WSD: Transformation läuft planmäßig

Im Unternehmensbereich Wiring Systems (WSD) wurde im ersten Quartal 2016 mit 651,2 Mio. Euro ein gegenüber dem 2015er Vergleichswert nahezu stabiler Umsatz (Vorjahr: 653,9 Mio. Euro) ausgewiesen, obwohl das chinesische Joint Venture, das seit Dezember 2015 at equity in den Konzernabschluss einbezogen wird, nicht mehr im Geschäftsvolumen enthalten ist. Zugelegt haben vor allem die Lieferungen von Kabelsätzen und Bordnetz-Systemen an deutsche und andere europäische Automobilhersteller. Das EBIT der Wiring Systems Division war wie angekündigt deutlich von den kritischen Neuanläufen aus dem Vorjahr beeinträchtigt, die zu außerplanmäßig hohen Belastungen führten, und ging in der Berichtsperiode auf 5,0 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 17,9 Mio. Euro). Um die Profitabilität des Unternehmensbereichs wieder nachhaltig zu verbessern, wurde ein umfassender Transformationsprozess eingeleitet, der planmäßig verläuft und bis Ende 2017 angelegt ist. Im Fokus stehen zunächst Maßnahmen zur Steigerung der Rentabilität der kritischen Projekte, die sich in den kommenden Monaten zunehmend positiv auf das Ergebnis auswirken werden. Zudem wird das Projektmanagement optimiert und die Organisationsstruktur gestrafft.

WCS: Ergebnisplus von rund 14 Prozent

Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions (WCS) konnte sein Geschäft mit Fahrzeugleitungen sowie Kabeln und Systemen für weitere Industriebereiche in den ersten drei Monaten 2016 leicht ausbauen. Unter anderem wurde mit der Serienfertigung von 100 Mbit-Automotive-Ethernet-Kabeln begonnen, die den wachsenden Anforderungen an Pkw-Datenleitungen für Autonomes Fahren entsprechen. Auch die Nachfrage aus der Medizintechnik-, Bahn- und Solarindustrie sowie im Bereich Fiber Optics blieb gut. Dem organischen Zuwachs stand jedoch ein erheblicher gegenläufiger Effekt aus dem geringeren Kupferpreis gegenüber, sodass der Umsatz der Division WCS von Januar bis März 2016 um rund 4 Prozent auf 438,1 Mio. Euro abnahm (Vorjahr: 454,9 Mio. Euro).

Dank der soliden operativen Geschäftsentwicklung verbesserte sich das Bereichs-EBIT um rund 14 Prozent auf 19,3 Mio. Euro (Vorjahr: 17,0 Mio. Euro), obwohl darin ebenfalls ein negativer Metallpreiseffekt von 3,3 Mio. Euro enthalten ist. Der Auftragseingang des Unternehmensbereichs WCS lag im Berichtszeitraum mit 450,2 Mio. Euro erneut über dem Umsatzvolumen.

Prognose für 2016 bestätigt

Nach dem erwartungsgemäßen Geschäftsverlauf im ersten Quartal bekräftigt Leoni die Prognose für das Gesamtjahr 2016: Demnach werden der Konzernumsatz leicht auf 4,4 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,5 Mrd. Euro) und das Konzern-EBIT auf 105 Mio. Euro (Vorjahr: 151,3 Mio. Euro) zurückgehen.

Leoni-Konzernzahlen im Überblick

Kennzahlen Konzern 1. Quartal 2016 1. Quartal 2015 Veränderung
Umsatzerlöse [in Mio. €] 1.089,3 1.108,8 –1,8 %
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) [in Mio. €] 61,3 68,7 –10,8 %
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) [in Mio. €] 24,4 35,2 –30,8 %
Bereinigtes EBIT (1) [in Mio. €] 28,7 37,9 –24,3 %
Ergebnis vor Steuern (EBT) [Mio. €] 18,9 27,8 –32,2 %
Konzernüberschuss [in Mio. €] 11,6 16,8 –31,0 %
Investitionen [in Mio. €] 38,8 38,1 1,8 %
Eigenkapitalquote [in %] 34,1 33,3
Ergebnis je Aktie [in €] 0,35 0,51 –31,4 %
Mitarbeiter per 31.3. [Anzahl] 75.178 70.065 7,3 % 

(1) Ergebnis bereinigt um die Effekte aus der Neubewertung im Rahmen der Kaufpreisverteilung wesentlicher Akquisitionen, Restrukturierungen, Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte, Gewinne aus Unternehmensverkäufen und Ergebnisse aus Unternehmenszusammenschlüssen inklusive zugehöriger Derivate

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