Leoni veröffentlicht Zahlen für das Geschäftsjahr 2018

- Umsatz leicht auf 5,1 Mrd. Euro gestiegen
- EBIT auf 144 Mio. Euro gesunken

Nürnberg – Leoni hat im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 5,1 Mrd. Euro (2017: 4,9 Mrd. Euro) erreicht. Das Unternehmen erzielte ein organisches Wachstum von 259 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) reduzierte sich auf 144 Mio. Euro (2017: 227 Mio. Euro inkl. positiver Sondereffekte von rund 30 Mio. Euro). Ursächlich für den Rückgang waren vor allem außerordentliche Belastungen an einem neuen Produktionsstandort in Mexiko im 4. Quartal. Zudem haben sich höhere Rohstoffpreise, gestiegene Aufwendungen für kundenspezifische Forschung & Entwicklung und unbefriedigende Effizienz in der Bordnetzsparte negativ auf das Ergebnis ausgewirkt. Leoni weist für das Berichtsjahr 2018 einen Konzernüberschuss von 73 Mio. Euro (Vorjahr: 146 Mio. Euro) aus.

Das Ergebnis von Leoni für das Geschäftsjahr 2018 ist insbesondere durch die enttäuschende Performance des neuen Bordnetz-Standorts in Merida belastet. Bei dem Projekthochlauf mit komplexen Produktspezifikationen für einen neuen Kunden kam es zu Engpässen in der Produktion. Die Versorgung des entsprechenden Automobilherstellers konnte nur mit erheblichem Mehraufwand sichergestellt werden und erfordert auch derzeit noch höhere Ressourcen und Management-Kapazität. Zudem blieben geplante Effizienzsteigerungen in weiteren Werken hinter den Erwartungen zurück und Einsparziele wurden nicht erreicht.

Wiring Systems Division: Marktstellung bei E-Fahrzeugen gefestigt

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Wiring Systems (WSD) erhöhte sich 2018 moderat auf 3,2 Mrd. Euro (2017: 3,1 Mrd. Euro). Das Segment-EBIT reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr von 118 auf 80 Mio. Euro. Der Bordnetz-Bereich festigte mit der Belieferung weiterer Elektrofahrzeugserien seine Marktstellung im attraktiven Elektromobilitätssegment. Unter anderem startete die Serienfertigung für den e-tron von Audi und für die Modelle eines weiteren europäischen Premiumherstellers.

Insgesamt gingen im Jahr 2018 neue Bestellungen in Höhe von 4,1 Mrd. Euro ein. Leoni wurde außerdem erstmals mit der Batterie-Innenverkabelung eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs beauftragt. Dadurch gelang der Eintritt in diesen zukunftsorientierten Technologie-Bereich. Zum Ende Dezember 2018 erhöhte sich der Auftragsbestand der WSD auf 24,4 Mrd. Euro (Vorjahr: 21,6 Mrd. Euro), wovon 5,5 Mrd. Euro auf Elektro- und Hybridfahrzeuge entfielen.

Wire & Cable Solutions Division: Digitale Transformation schreitet voran

Der Unternehmensbereich WCS erzielte 2018 einen Umsatz von 1,9 Mrd. Euro (2017: 1,9 Mrd. Euro) und ein EBIT von 66 Mio. Euro (2017: 105 Mio. Euro inkl. eines Sondereffekts von 24 Mio. Euro). Der Ergebnisrückgang basiert unter anderem auf einem ungünstigen Produktmix, höheren Rohstoffpreisen und Belastungen durch Stichtagsbewertungen von Kupfer-Beständen.

Der Geschäftsbereich Wire & Cable Solutions (WCS) entwickelte 2018 seine digitalen Lösungen, die dazugehörige Technologieplattform und entsprechende Geschäftsmodelle weiter. Im Fokus steht die Schlüsseltechnologie LEONiQ, mit deren Hilfe Energie- und Datenströme in Kabelsystemen sicherer, zuverlässiger und intelligenter gemacht werden. Für die Auswertung der im Kabel erzeugten Messwerte arbeitet Leoni unter anderem mit Microsoft zusammen.

Investitionen: Kapazitätszuwachs zur Absicherung gewonnener Aufträge

Um kurzfristiges Wachstum infolge bereits gebuchter Aufträge abzusichern, hat Leoni im Jahr 2018 mit 343 Mio. Euro deutlich mehr in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investiert als im Vorjahr (2017: 281 Mio. Euro). Der Schwerpunkt lag auf dem globalen Kapazitätsausbau des Bordnetz-Bereichs. Die Investitionsquote (ohne 35 Mio. Euro Investitionen in die Fabrik der Zukunft in Roth) lag bei 6 Prozent (2017: 5 Prozent).

Finanz- und Vermögenslage: Solide Eigenkapitalquote von 31 Prozent

Der operative Cashflow nahm in der Berichtsperiode 2018 vor allem infolge der enttäuschenden Ergebnisentwicklung von 245 auf 152 Mio. Euro ab. Der Free Cashflow belief sich auf -147 Mio. Euro (2017: 11 Mio. Euro). Das Eigenkapital stieg 2018 leicht auf 1,08 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,04 Mrd. Euro) und die Eigenkapitalquote lag weiterhin bei soliden 31 Prozent (Vorjahr: 33 Prozent). Die Nettofinanzverschuldung des Konzerns erhöhte sich aufgrund des negativen Free Cashflows von 406 auf 613 Mio. Euro.

Ausblick 2019

Nach aktueller Planung hält der Vorstand nicht länger an seinem am 7. Februar vorgestellten Ausblick für das Jahr 2019 fest. Damit ist auch die detaillierte Prognose aus dem Geschäftsbericht für das Jahr 2018 nicht mehr gültig. Aufgrund der aktuell im Bordnetzbereich an einigen Standorten bestehenden signifikanten Intransparenz hinsichtlich Kostenentwicklungen und künftiger Auftragslage sowie den Unsicherheiten im Automobilumfeld und der unsicheren Nachfrageentwicklung, hält es der Vorstand für ratsam zum jetzigen Zeitpunkt keinen überarbeiteten Ausblick für das Gesamtjahr 2019 abzugeben.

Anstatt der ursprünglich für Dienstag geplanten Bilanzpressekonferenz mit anschließendem Kapitalmarkttag, findet am Montag, dem 18. März um 10 Uhr eine englischsprachige Telefonkonferenz mit Präsentation für Investoren, Analyten und Journalisten statt, die unter http://view-w.tv/1016-1524-21305/en übertragen wird. Um 12.30 Uhr findet eine zusätzliche, deutschsprachige Frage-und-Antwort-Runde nur für Medienvertreter statt (http://view-w.tv/1016-1524-21307/de). Einwahldaten erhalten Journalisten unter 0911/2023-467.

Leoni-Konzernzahlen im Überblick

Kennzahlen Konzern20182017 (2)Veränderung
Umsatzerlöse [in Mio. €]5.1014.9253,6 %
EBIT [in Mio. €]144227-36,5 %
Bereinigtes EBIT (1) [in Mio. €]148209-29,2 %
EBIT-Marge [in %]2,84,6 --
Konzernüberschuss [in Mio. €]73146-49,7 %
Free Cashflow [in Mio. €]-14711--
Return on Capital Employed [in %]8,314,5 --
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte [in Mio. €]34328121,9 %
Mitarbeiter (per 31.12.)92.54986.3407,2 %

(1) Ergebnis bereinigt um die Effekte aus der Neubewertung im Rahmen der Kaufpreisverteilung wesentlicher Akquisitionen, Restrukturierungen, Gewinne aus Unternehmensverkäufen, Ergebnisse aus Unternehmenszusammenschlüssen inklusive zugehöriger Derivate und Versicherungsentschädigung aus Betrugsfall

(2) Vorjahreswerte angepasst

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