Kompetenz hat Tradition

Die Geschichte der LEONI AG ist geprägt von Tradition und rasantem Fortschritt. Die ersten Anfänge des Unternehmens gehen bis ins Mittelalter zurück. Ende der 80er Jahre setzte eine stürmische Entwicklung ein. Innerhalb eines knappen Jahrzehnts wurde aus einem mittelständischen deutschen Unternehmen ein multinationaler Konzern. Die wichtigsten Ereignisse auf dem Weg zum Global Player können Sie sich hier ansehen.

Die LEONI-Geschichte von Anfang an

1569

Anthoni Fournier gründet in Nürnberg eine Werkstatt zur Herstellung Leonischer Waren.

1621

Fourniers Söhne eröffneten südlich von Nürnberg weitere Werkstätten zur Herstellung Leonischer Waren, u.a. in Roth.

Daraus gingen die Firmen:

  • Johann Balthasar Stieber & Sohn, Nürnberg
  • Johann Philipp Stieber, Roth und die
  • Vereinigte Leonische Fabriken, Nürnberg

hervor

1917

In diesem Jahr schlossen sich die drei Firmen Johann Balthasar Stieber & Sohn aus Nürnberg, Johann Philipp Stieber aus Roth und die Vereinigten Leonischen Fabriken aus Nürnberg zusammen und gründeten am 23. April 1917 die Leonische Werke Roth-Nürnberg AG mit den Werken Roth und Nürnberg-Mühlhof.


1928

Fertigung von Lackdrähten.

1931

Änderung des Firmennamens in Leonische Drahtwerke AG, Nürnberg. Fertigung von gummiisolierten Leitungen.

1943

Fertigung von PVC-isolierten Leitungen.


1948

Fertigung von Netzanschlussleitungen (Steckerleitungen)

1956

Beginn der Kabelsatzfertigung

1967

Bau des Werks Kitzingen (Kabelsatzfertigung).

1969

Bau des Werks Kötzting (Lackdrahtfertigung).


1977

Gründung der Tochtergesellschaft Câbleries de Sousse, Tunesien (Kabelsatzfertigung).

1978

Gründung der LEONI Vertriebsgesellschaft in Frankreich.

1981

Übernahme des ehemaligen Grundig-Werkes in Neuburg/Donau (Kabelkonfektion).


1983

Gründung der LEONI Vertriebsgesellschaft in Großbritannien.

1985

Gründung der Tochtergesellschaft Câblerie du Centre Tunesien (Kabelkonfektion), sowie L.D. Intercon, Irland (Kabelkonfektion – später LEONI Ireland).

1986

Gründung der LEWRON Kabeltechnik Berlin GmbH & Co. KG (Kabelfertigung und -konfektion).


1989

LEONI startet Akquisitionsstrategie mit der Übernahme der Westfälische Kupfer- und Messingwerke AG, Lüdenscheid (Draht- und Litzenfertigung) und der Kabelfabrik Otto Zimmermann (OZET), Lilienthal (Kabelfertigung und -konfektion).

1990

Gründung der LEONI Tochtergesellschaft in Chicopee, USA (Draht- und Litzenfertigung, Vertrieb).

1991

Übernahme der aurnhammer + benedict GmbH & Co. KG, Weißenburg (Draht- und Litzenfertigung) und Gründung der LEONI Kabelsatz-Produktion in Portugal.

1992

Gründung von LEONI Hungaria, Eger (Kabelsatzfertigung) und LEONI Slowakia, Nova Dubnica (Kabelkonfektion).


1993

Gründung der LEONI Autokabel Slowakia, Trencin (Kabelsatzfertigung), der LEWRON Kabeltechnik Polska, Torzym (Kabelkonfektion) und des Joint-Ventures LEONI-EPAN, Singapur mit ersten Fertigungsstätten in China (Xiamen und Changzhou).

1994

Gründung der LEONI Cable Assemblies, Logansport (heute in Tucson), USA, (Kabelkonfektion).

1995

Gründung der LEONI Autokabel Polska, Ostrzeszow (Kabelsätze) und Übernahme der italienischen Firma Felisi S.p.A., Mailand.


1996

Übernahme der Firma Temco Ltd. Stanford, England (Drähte und Litzen). Übernahme der EPAN-Anteile und Umbenennung von EPAN-LEONI in Leonische of Asia, Singapur.

1997

Übernahme des Kabelsatzgeschäfts der Firma Cummins Engine Company Inc., Columbus, USA und Integration in die LEONI Wiring Systems Inc, Tuscon (vormals LEONI Cable Assemblies Inc.) Gründung der LEONI Cable Mexico, Hermosillo Gründung der Firma LKH, Leonische Kabelwerke Kft. Hatvan, Ungarn (Kabelfertigung)

1998

Integration der Firma OZET Lilienthal (Kabelsätze) in die Leonische Drahtwerke AG. Zusammenlegung der Tochtergesellschaften CDC und CDS Tunesien zur Leonische Tunisie (Kabelsätze). Übernahme der Firmen CWA, jetzt LEONI Cable Assemblies (Belgium) N.V. (konfektionierte Kabel) und elocab, Georgensgmünd, Deutschland (Spezialkabel) Gründung von LEONI Wiring Systems (East London) in Südafrika (Kabelsätze) und LEONI Cable Inc., Mexiko (Kabel).

1999

Erwerb der heutigen LEONI Special Cables GmbH, Friesoythe (Spezialkabel), der LEONI Automotive Leads GmbH & Co. KG, Brake (konfektionierte Kabel) und LEONI Kablo ve Teknolojileri, Gemlik/Bursa, Türkei (Kabel). Schaffung einer Holding-Struktur: Die Leonische Drahtwerke AG firmiert um in LEONI AG und wird Holding. Das operative Geschäft wird aufgegliedert in die drei Gesellschaften LEONI Draht GmbH & Co. KG, LEONI Kabel GmbH & Co. KG und LEONI Bordnetz-Systeme GmbH & Co. KG.


2000

Übernahme des Geschäfts der amerikanischen TRW-Gruppe. Weiterführung unter LEONI Wiring Systems UK, Newcastle-under-Lyme, England.

Gründung der LEONI Cable Slovakia spol. s.r.o, Stará Turá (Slowakei). Fertigungsschwerpunkte: Konfektionierte Leitungen sowie Fahrzeug-Einbausätze für Mobilfunk-Telefone. Aufbau der LEONI Draht Polska Sp. z o.o., Kobierzyce (Fertigungsschwerpunkt: Drähte und Litzen für die Kabelherstellung) und der LEONI Kabel Polska Sp. z o.o., Kobierzyce (Fertigungsschwerpunkt: Fahrzeugleitungen), beide Polen.

Das Werk Roth der LEONI Kabel GmbH & Co. KG sowie die Kabelwerke in Friesoythe und Brake werden nach der Umweltnorm ISO 14001 zertifiziert. In Cuauthémoc, Mexiko, wird das neu gebaute Kabelwerk LEONI Cable S.A. de C.V. offiziell eingeweiht.

Die LEONI Kabel GmbH & Co. KG übernimmt 51 % der Geschäftsanteile an der Protec Kabel Produktion GmbH, Schmalkalden. Außerdem übernimmt sie die Protec Kabel GmbH, Bretzfeld.
Protec stellt einbaufertige Spezialkabel-Pakete her, zum Beispiel für Industrieroboter.


2001

Die LEONI Bordnetz-Systeme GmbH & Co. KG wird von der Porsche AG als bester Lieferant des Jahres ausgezeichnet. Die LEONI Bordnetz-Systeme GmbH & Co. KG geht mit der Firma Hella KG Hueck & Co ein Joint Venture zur Entwicklung intelligenter Bordnetz-Systeme ein. Das Unternehmen heißt Intedis GmbH und hat seinen Sitz in Würzburg. Die LEONI-Tochter Elocab Sonderkabel, Georgensgmünd, übernimmt die französische Firma Composants Industriels Automobiles (CIA) Kabelsysteme im Bereich der Robotik.

2002

Ernst Thoma, 25 Jahre lang Vorstandsvorsitzender der LEONI AG, wird Aufsichtsratsvorsitzender, Dr. Klaus Probst neuer Vorstands- vorsitzender. Die LEONI AG, bislang im SDAX börsennotiert, steigt in den MDAX auf. Die LEONI Kabel GmbH & Co. KG übernimmt die Mehrheit an der FO-Systems GmbH in Neuhaus-Schierschnitz, einem Spezialisten für Kunststoff-Lichtwellenleiter.

2003

In China werden zwei neue LEONI-Werke eingeweiht: der Spezialkabel-Standort LEONI Special Cables (Changzhou) Co. Ltd. und das Draht- und Litzenwerk LEONI Wire (Changzhou) Co. Ltd. Als eines der ersten Unternehmen weltweit verfasst LEONI eine „Erklärung zu den sozialen Rechten und den industriellen Beziehungen”, kurz „Sozialcharta” genannt.

Im ukrainischen Stryj werden das bisher größte jemals bei LEONI gebaute Werk und in Bistrita der in Rekordzeit errichtete zweite rumänische Bordnetz-Standort eingeweiht. In den beiden Werken werden Kabelsätze für die Automobilindustrie hergestellt.

2004

In zwei getrennten Fertigungsbereichen mit einer Gesamtfläche von 25.000 qm startet am neuen rumänischen Standort Bistrita eine neue Serienproduktion von Kabelsätzen. LEONI akquiriert den Ettlinger Spezialkabel-Konfektionär Klink+Oechsle. Die Aktivitäten der LEONI-Gruppe im Bereich Lichtwellenleiter werden unter dem Dach der LEONI Fiber Optics GmbH gebündelt. Im neu errichteten slowakischen Standort in Ilava startet auf rund 18.000 qm die Serienproduktion von Kundenspezifischen Kabelsätzen für den neuen 3er BMW.


2005

LEONI übernimmt den Geschäftsbereich Fasertechnik der Prinz Optics GmbH, Stromberg, und erweitert so sein Produktspektrum um Spezial-Lichtwellenleiter und Lichtleitfasern aus Glas, Kunststoff und Quarz.

Akquisition der neumatic Elektronik + Kabeltechnik, Ulm, Spezialist  für kundenspezifische Kabelsätze und individuelle Elektroniklösungen.

LEONI gründet mit der französischen Cimlec Industrie S.A., Les Mureaux, das Joint Venture „advintec“, an dem die Partner jeweils 50 Prozent der Anteile halten. (Einzelkomponenten und betriebsfertig konfigurierte Robotersysteme).

LEONI übernimmt sämtliche Anteile des Stolberger Datenleitungs- und Spezialkabelherstellers KERPEN und wird damit zum führenden deutschen Anbieter von Kabeln und Verkabelungssystemen für die Datenübertragung.

Das mit dem Schweizer Kabelhersteller Studer gegründete Joint Venture LEONI & STUDER Transportation Systems nimmt den Betrieb auf (Schienenverkehrstechnik).

2006

Zum dritten Mal in Folge wird LEONI von der Corporate Research Foundation als einer der Top-Arbeitgeber in Deutschland ausgezeichnet. Entscheidend sind gute Arbeitsbedingungen, Sozialleistungen und Entwicklungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter.

Als weltweit bester Bordnetz-Partner erhält LEONI vom Automobilhersteller General Motors bereits zum vierten Mal den Titel „Supplier of the year“.

Mit der Übernahme sämtlicher Anteile der schweizerischen Studer Draht und Kabelwerk AG baut LEONI die Marktstellung bei hochwertigen Spezialkabeln für Industrie- und Infrastrukturanwendungen aus.

Mit der LEONI HighTemp Solutions schafft LEONI einen neuen Standort in Nordrhein-Westfalen für die Fertigung speziell isolierter Leitungen, die im Wachstumsmarkt Hochtemperaturkabel zum Einsatz kommen.

Dr. Klaus Probst wird zum Strategen des Jahres 2006 gekürt. Der Preis wird jährlich unter Federführung der Financial Times Deutschland an besonders weitsichtige und erfolgreiche Vorstandschefs verliehen. Kriterien sind unter anderem die Wertsteigerung des Unternehmens und die Schaffung von Arbeitsplätzen.

LEONI erwirbt für sein Glasfasergeschäft das österreichische Systemhaus NBG Fiber-Optics vollständig und übernimmt mehrheitlich die Jenaer j-fiber GmbH.


2007

Der neu eingeführte „Code of Ethics“ ist ein Verhaltenskodex, der alle Beschäftigten bei LEONI zu verantwortungsbewusstem und integrem Handeln verpflichtet.  In ihm werden weltweit einheitliche Werte und Anforderungen festgelegt. Der Kodex basiert auf gesetzlichen Regelungen und verpflichtet unter anderem zum sensiblen Umgang mit Informationen, verbietet Korruption und Diskriminierung.

LEONI wird zum vierten mal von der Corporate Research Foundation als Top Arbeitgeber des Jahres und zum fünften Mal als „supplier of the   year“von General Motors ausgezeichnet.

Das strategische Ziel, seine Position in Nischenmärkten mit hochwertigen Technologien auszubauen, kann LEONI u.a. auch mit der Akquisition des Silikonkabelherstellers Silitherm umsetzen. Die silikonisolierten Leistungen sind besonders unempfindlich gegenüber extremen Temperaturen. Durch den Zukauf des italienischen Unternehmens erreicht LEONI die führende Marktposition bei Hochtemperaturkabeln für Fahrzeuge und industrielle Anwendungen in Europa.

Fortschritte im sich positiv entwickelnden Markt China macht LEONI in 2007 mit der Akquisition von Furas, einem spanischen Kabelhersteller für Elektrogeräte. Mit dem auf hochwertige gummiisolierte und textilumflochtene Steckerleitungen spezialisierten Unternehmen und dessen Kompetenzen kann LEONI auch den europäischen Premium-Markt für Hausgeräte besser erschließen.

Mit der Mehrheitsbeteiligung bei FiberTech erschließt sich der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions systematisch eine weitere Marktnische mit überdurchschnittlichem Ertragspotenzial. Dieser Faserspezialist produziert hochwertige Glasfaser und komplette Faseroptik-Systeme zur Laserstrahlübertragung – eine Technologie die beispielsweise in der Medizintechnik zum Einsatz kommt.


2008

Zu Jahresbeginn übernimmt LEONI die Bordnetz-Sparte des französischen Automobil-Zulieferers Valeo und realisiert damit die bedeutendste Akquisition seiner Unternehmensgeschichte. Gemeinsam mit der in LEONI Wiring Systems France umbenannten Gruppe wird LEONI europäischer Marktführer und weltweit viertgrößter Anbieter von Bordnetz-Systemen für die Fahrzeugindustrie.

Mit der Verkabelung des Gotthard-Basistunnels erhält das Unternehmen einen Großauftrag über Energieversorgungs- und Sicherheitskabel für den längsten Bahntunnel der Welt. Dies beweist die hohe Kompetenz von LEONI bei Infrastruktur-Projekten der Sonderklasse.

Den Fahrzeugmarkt in Korea erschließt sich LEONI durch die Beteiligung des Bordnetz-Herstellers Daekyeung. Wir übernehmen zunächst 50 Prozent der Anteile des koreanischen Partners und verbessern so unsere Ausgangsposition im fünftwichtigsten Automobilmarkt weltweit.

Mit einem Großauftrag von Airbus Industries gewinnt LEONI einen wichtigen Kunden hinzu, der den Durchbruch im Markt für Luft- und Raumfahrt darstellt. Unser Unternehmen wird mit der Lieferung von Kabelsätzen für verschiedene Baugruppen der Airbus-Familien A318-A340 beauftragt.

Der Vorstand nutzt das niedrige Kursniveau im Herbst 2008, um ein Aktienrückkaufprogramm zu starten, bei dem bis zu 10 Prozent der eigenen Wertpapiere erworben werden. Sie sollen als Akquisitionswährung eingesetzt werden. Finanzvorstand Dieter Bellé wird von der Zeitschrift Finance für Innovationskraft, Strategie und Führungsarbeit zum CFO des Jahres gekürt.

Mit der Übernahme der internationalen Bordnetz-Produktion des Automobilzulieferers Itelma und der Lieferung von 40 Prozent des Kabelbedarfs am Nutzfahrzeugproduzenten KAMAZ gelingt LEONI der vielversprechende Einstieg in den russischen Fahrzeugmarkt.

2009

Aufgrund der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise leitet LEONI ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm ein. Im gesamten Konzern werden Sach- und Personalkosten gekürzt, Investitionsprojekte reduziert und Akquisitionsvorhaben gestoppt. Innerhalb weniger Monate baut das Unternehmen 9.000 Arbeitsplätze ab.

In den Niederlanden gründet LEONI eine neue Vertriebsgesellschaft für das Draht- und Kabelgeschäft. Gleichzeitig verleiht der französische Automobilkonzern PSA den EcoTech-Preis für das Engagement in puncto Kosteneffizienz an LEONI. Außerdem erhält LEONI zum fünften Mal den „Porsche Supplier Award“, mit dem der Sportwagenhersteller Qualität, Flexibilität, Leistungsfähigkeit und den Kundenservice seiner besten Lieferanten auszeichnet.

LEONI Wiring Systems gewinnt erstmals einen Auftrag für die Bordnetzausstattung des Nissan X-Trail aus Japan und wird zu den besten neuen Lieferanten des russischen Nutzfahrzeugproduzenten Kamaz gezählt.

Der Aufsichtsrat verlängert die Verträge der Vorstände Dr. Klaus Probst und Dieter Bellé vorzeitig um weitere fünf Jahre. Zuvor wurde bereits der Vertrag von Uwe H. Lamann bis Ende 2012 verlängert.

Zu einem Verkaufspreis von 14,50 € je Aktie veräußert LEONI 2,9 Millionen eigene Aktien, die 2008 im Rahmen eines Rückkaufprogramms für durchschnittlich 9,79 € je Anteil erworben wurden. Damit wurde die Eigenkapitalbasis gestärkt und die Nettofinanzverschuldung verringert.


2010

LEONI expandiert aufgrund der guten Marktprognosen in Asien. Zunächst eröffneten wir zu Jahresbeginn einen Stützpunkt in Nagoya und bündeln damit die Aktivitäten des Unternehmensbereichs Wire & Cable Solutions in Japan. Im Frühjahr kommt ein Entwicklungsbüro in Pune, Indien für die Bordnetz-Aktivitäten hinzu. Von dort aus wird die Zusammenarbeit mit der lokalen und der dort aktiven internationalen Fahrzeugindustrie intensiviert.

Um die Marktstellung in der internationalen Nutzfahrzeugindustrie weiter auszubauen, übernimmt Leoni die Produktionsanlagen des Werks der AEES Power Systems Group im nordwestrumänischen Beiusş und gewinnt damit zusätzliches Geschäft. LEONI liefert die besten Kabelsätze für Renault und bereits zum zweiten Mal in Folge wird der rumänische LEONI-Standort Pitesti für seine technische Kompetenz als bester Kabelsatzlieferant von Renault ausgezeichnet.  

Nach umfangreichen Vorarbeiten beginnt LEONI im Juni mit der Auslieferung der ersten 350 Kilometer Energiekabel für den Gotthard-Basistunnel in der Schweiz. Damit kann sich LEONI noch besser als Systempartner für Hersteller von Fahrzeugen mit umweltfreundlichen Technologien positionieren. Mit dem Erwerb der auf optische Fasertechnologien spezialisierten RoMack Inc. aus den USA baut LEONI seine Stellung im Wachstumsmarkt Fiber Optics auf dem amerikanischen Kontinent weiter aus.

Am Schweizer Standort Däniken nimmt LEONI die weltweit erste X-Ray-Anlage für die Sterilisation in Betrieb. Damit können die Eigenschaften verschiedener Materialien verbessert werden. Siemens Mobility beauftragt LEONI mit der Lieferung der kompletten Kabelausrüstung für den ICE-Nachfolger Velaro D, der ab 2011 auf dem Schienennetz der Deutschen Bahn unterwegs sein wird. Der rumänische LEONI-Fertigungsstandort Bistrita wird von AT Kearney und der Zeitschrift Produktion als Fabrik des Jahres ausgezeichnet. Zum Jahresende festigt LEONI die Zusammenarbeit mit dem Netzwerk-Spezialisten euromicron im Wachstumsmarkt Fiber-to-the-home und verkauft zwei Tochtergesellschaften in Österreich und den Niederlanden an die euromicron holding GmbH.


2011

LEONI reagiert rasch und flexibel auf die Unruhen in Nordafrika. Es kommt kaum zu Produktionsausfällen in den tunesischen und ägyptischen Werken. Die Lieferfähigkeit während der „Revolution“ in mehreren Ländern an unsere Kunden bleibt vollständig erhalten.

Der Microbus mia, der in Deutschland und Frankreich auf den Markt kommt, ist das erste Elektrofahrzeug, das serienmäßig sowohl im Nieder- als auch im Hochvoltbereich mit einem kompletten Bordnetz-System der LEONI Business Unit Electromobility ausgestattet wird. Im Juli platziert die LEONI AG knapp 3 Millionen neue Aktien bei institutionellen Investoren und sichert sich damit frische Liquidität in Höhe von rund 112 Mio. €. Das verbessert die Eigenkapitalbasis und verringert die Nettofinanzverschuldung deutlich.

LEONI tritt dem UN Global Compact bei. Damit bekennt sich das Unternehmen zu mehr Nachhaltigkeit und wird jährlich über entsprechende Fortschritte berichten. Das Unternehmen gibt außerdem bekannt, die vollständige Übernahme des koreanischen Bordnetz-Systemherstellers Daekyeung auf den 1. Januar 2012 vorzuziehen. Damit soll die Erschließung des südkoreanischen Marktes forciert werden. Darüber hinaus eröffnet LEONI Wiring Systems eine weitere Produktionsstätte in China. In Jining werden zunächst rund 1.600 Mitarbeiter auf mehr als 25.000 Quadratmetern Fläche Bordnetz-Systeme für den chinesischen Automobilmarkt herstellen. Mittelfristig soll die Belegschaft fast verdoppelt werden.


2012

Im März übernimmt LEONI den verbliebenen 50-Prozent-Anteil des südkoreanischen Bordnetzspezialisten und bisherigen Joint Venture-Partners Daekyeung und stärkt damit als LEONI Wiring Systems Korea unsere künftige Position in Asien.

In Dubai eröffnet LEONI ein Vertriebsbüro, das sich zunächst auf hochwertige Verkabelungssysteme für Infrastrukturprojekte konzentriert. Um auch die Chancen des indischen Marktes zu nutzen, nimmt LEONI in der Region Pune einen Kabel-Produktionsstandort in Betrieb. Im ersten Schritt werden dort Automobilleitungen gefertigt, künftig sollen jedoch auch Kabel für die Bahn- und Solarindustrie hergestellt werden.

Auf der Hannover Messe 2012 präsentiert LEONI erstmals das neue Produkt- und Serviceangebot für Solarthermie-Anlagen. Kabel und ergänzende Engineering-Dienstleistungen für Solarkraftwerke bilden ein Komplettprogramm, das unsere Kompetenz als Systemanbieter im Markt für erneuerbare Energien erweitert.

Für fast 40 Jahre enge Zusammenarbeit und die Unterstützung der Globalisierungsstrategie von PSA Peugeot Citroen ernennt der Automobilkonzern LEONI zum Core Supplier“. Zudem entwickelt LEONI zusammen mit Continental den serienreifen Hochvolt-Leistungsverteiler für Fahrzeuge und Elektroantrieb und erhält dafür den CNA-Innovationspreis.

LEONI gründet im Unternehmensbereich Wiring Systems die neue Business Unit Connectivity, um gezielt die Kompetenz im Bereich Stecker und Steckverbindungssysteme auszubauen. Die Hauptversammlung 2012 beschließt, für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 1,50 Euro je Aktie auszubezahlen, womit die Ausschüttung mehr als verdoppelt wird.

Für Leoni nahmen den CNA-Innovationspreis entgegen: (v.l.n.r.) Martin Hopf, maßgeblicher Entwickler des HV-Leistungsverteilers, Jürgen Linhard, Geschäftsführer der Leoni Bordnetz-Systeme GmbH, und Dr. Michael Frommberger, Leiter der Business Unit Electromobility.

Leoni hat einen weiteren Auftrag von Ssangyong, einem der führenden südkoreanischen Hersteller von Geländelimousinen, erhalten. Der Zulieferer wird Kabelsätze für eine neue kompakte Geländelimousine herstellen, die im Jahr 2015 auf den Markt kommen soll.

2013

LEONI festigt die Position im wichtigen Wachstumsmarkt Südkorea und erhält einen neuen Auftrag von Ssangyong Motor Company, einem der führenden koreanischen Hersteller von Geländelimousinen. Die Bestellung beinhaltet Kabelsätze für einen neuen Geländewagen, der 2015 auf den Markt kommt.

Im April bestätigen gleich zwei Auszeichnungen die gute Position des LEONI-Unternehmensbereichs Wiring Systems im Wachstumsmarkt China: Die Benz Beijing Automotive Company (BBAC) kürt LEONI als einen der wichtigsten Zulieferer und der Fachverlag „Vogel Industry Media China“ prämiert LEONI als einen der TOP 50 Automobilzulieferer Chinas.

Mit der Eröffnung eines neuen Werks bei Pune und der Lieferung von Standardkabeln für die schnell wachsende indische Automobilindustrie treibt der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions seine Internationalisierung weiter voran. Später ist auch die Herstellung von Spezialleitungen für die Fahrzeugindustrie sowie von Kabeln für die Petrochemie geplant.

Ein viertes Bordnetz-Werk eröffnet der LEONI-Unternehmensbereich Wiring Systems in China. Das Werk in Langfang liefert Bordnetzsysteme für Fahrzeuge von Beijing Benz Automotive Company, dem Geschäftsunternehmen der Daimler AG und ihrem chinesischen Partner BAIC.

LEONI baut am marokkanischen Standort Berrechid hochmoderne Produktionskapazitäten auf, muss jedoch das Werk in Bouznika schließen. Die mit der Werksschließung verbundenen Restrukturierungsaufwendungen belasten das Konzernergebnis 2013 deutlich.

Global auf identisch hohem Niveau fertigen und liefern – dies ist LEONI im November 2013 gelungen. Die Vorproduktion von Bordnetz-Systemen für die neue C-Klasse von Mercedes beginnt und stärkt die Position im amerikanischen Pkw-Geschäft. Dieses Fahrzeug wird sowohl in Mexico als auch in China ausgestattet.

LEONI erhält von Polaris, einem großen amerikanischen Snowmobil- und Geländefahrzeughersteller, neue Aufträge zur Belieferung von zwei Offroad-Fahrzeugen. Zu den Abnehmern in diesem Segment zählt unter anderem auch der Motorradhersteller Harley-Davidson.


2014

Im Februar erhält LEONI einen Großauftrag aus der Petrochemischen Industrie: Das indische Förderunternehmen Reliance Industries beauftragt LEONI mit der Verkabelung der weltweit größten Öl- und Gasraffinerie. Die Bestellung umfasst die Instrumentations- und Feldbuskabel für die Mess-, Steuer- und Regeltechnik der Anlage.

Mit der Auszeichnung „Lieferant des Jahres“ honoriert Siemens Healthcare die herausragende Performance der LEONI Business Unit Healthcare bereits zum zweiten Mal. Auch PSA Peugeot Citroen lobt den sehr hohen Qualitätsstandard  von LEONI und verleiht dem Bordnetz-Standort Itú (Brasilien) den Supplier Award in der Kategorie „Qualität“.

Ein offen gestaltetes Arbeitsumfeld, viel Tageslicht und gedämpfte Akustik – gut 200 Beschäftigte der Zentrale des Unternehmensbereichs Wiring Systems am Standort Kitzingen beziehen neue, hochmoderne Büroräume in früheren Werkshallen. Damit ist der erste Teil des Erweiterungs- und Umbauprojekts abgeschlossen.

Im Juli bringt LEONI sein Wachstumsprogramm „WCS ON Excellence“ an den Start: Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions steigert mit dem Performance-Programm für profitables Wachstum seine Effizienz. Dazu werden zahlreiche Maßnahmen in den Bereichen Einkauf, Technologie, Produktion und Vertrieb angestoßen.

Der schwedische Lkw-Hersteller Scania ordert bei LEONI Kabelsätze für mehrere Motorenmodelle, die länderübergreifend in Europa und Brasilien ausgeliefert werden. Mit Scania als neuem Abnehmer zählt LEONI nun alle großen europäischen Lkw-Hersteller zum Nutzfahrzeug-Kundenstamm.

LEONI belegt beim Wettbewerb „Investor’s Darling 2014“ des Manager Magazins den ersten Platz im MDAX der mittelgroßen, börsennotierten Unternehmen. Als Kriterien für die beste Kapitalmarktkommunikation in Deutschland wurden die Geschäfts- und Zwischenberichte sowie die Internetseiten und Präsentationen für Investoren herangezogen.


2015

Im 1. Quartal 2015 hat Leoni unter anderem in zwei neue Werke für Fahrzeugleitungen investiert. Eine Fabrik wurde in Celaya, Mexiko, errichtet.

Im Januar erhält LEONI den ersten Kabelsatz-Auftrag der Hyundai Motor Company: Der südkoreanische Autohersteller beauftragt das Unternehmen mit der Lieferung von Kabelsätzen für ein Mittelklassefahrzeug, das in Osteuropa gefertigt wird – der Auftrag hat einen Umfang im zweistelligen Mio. Euro-Bereich und läuft über sechs Jahre.

Am 7. Mai 2015 übernimmt Dieter Bellé das Amt des Vorstandsvorsitzenden der LEONI AG. Der 60-Jährige gehört dem Gremium seit dem Jahr 2000 als Finanzvorstand und Arbeitsdirektor an – den Vorsitz übernimmt er zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben.

Im Juni eröffnet LEONI einen zusätzlichen Kabelstandort in Celaya, der drittgrößten Stadt im Bundesstaat Guanajuato – es ist die fünfte Erweiterungsinvestition in Mexiko in fünf aufeinanderfolgenden Jahren.

Für Bordnetz-Systeme in China eröffnet LEONI seinen fünften Fertigungsstandort. Seit Januar 2016 werden in Tieling, im Norden des Landes, Produkte für mehrere Fahrzeugmodelle des neuen Kunden BMW Brilliance Automotive entwickelt und hergestellt – insgesamt investierte LEONI rund 35 Mio. Euro in Produktionsanalagen und das 25.000 m2 große Gebäude.

Mit einem Joint Venture stärkt LEONI seine Marktposition in China: Beijing Hainachuan Automotive kauft 50 Prozent der Anteile des Bordnetz-Werkes in Langfang, wo bisher Kabelsätze für die chinesische Tochtergesellschaft von Mercedes-Benz gefertigt werden. Damit eröffnet sich LEONI die Chance, zusätzliche Aufträge und Kunden aus der Region zu gewinnen.

Im November wird das erste Bordnetz-Werk in Paraguay eröffnet. Der neue Standort in San Lorenzo nahe der Hauptstadt Asuncion stellt Kabelsätze für Kunden aus der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie her, die in Argentinien und Brasilien fertigen.

Mit dem neuen Automobilkabel-Standort Panjin, in der chinesischen Provinz Liaoning, erweitert LEONI seine Kapazitäten und stärkt die Marktposition in der Region. Das Werk bietet einen idealen Ausgangspunkt, um schnell auf wachsende Kundenbedarfe zu reagieren. Auf einer Produktionsfläche von circa 8.000 m2 werden einadrige Leitungen für Automobilanwendungen hergestellt.


2016

Im Februar gelingt es einem internationalen Forscherteam, das Verschmelzen von zwei schwarzen Löchern anhand ihrer Gravitationswelle aufzuzeichnen und damit die allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein messtechnisch nachzuweisen – in den für die Messung eingesetzten Gravitationswellendetektoren sind konfektionierte Fiber Optic-Spezialkabel von LEONI verbaut.

Auf der Fachmesse Automatica wird im Juni das LEONI Kalibriersystem „advitnec 6D Laservermessung“ als eines der innovativsten Exponate ausgezeichnet: Es vermisst Greifer, Vorrichtungen und die Lage der Bauteile in robotergestützten Anwendungen direkt während des Produktionsprozesses und verbessert so die maschinelle Wahrnehmung im Automobil-, Maschinen- und Anlagenbau.

Im Rahmen der Reorganisation stellt sich der Unternehmensbereich Bordnetz-Systeme schlanker und effizienter auf: Hierarchieebenen werden reduziert, Zentralfunktionen gebündelt und Business Units übernehmen neben der Kundenbetreuung auch die Auftragskoordination mit den Standorten – auf diese Weise wird LEONI ab 2017 die Profitabilität nachhaltig verbessern.

Zwei wichtige Großaufträge der PSA Group untermauern unsere Position als Hauptlieferant dieses bedeutenden französischen Automobilherstellers. Die Bestellungen, die über die gesamte Projektlaufzeit ein Volumen von rund 500 Mio. Euro haben, beinhalten Bordnetz-Systeme für ein Nachfolgemodell der Marke DS und die nächste Generation der Peugeot-Reihen 208 und 2008.

Das Ziel der Division Wire & Cable Solutions ist es, sich vom Draht- und Kabelhersteller zum Lösungsanbieter zu entwickeln und die Chancen der Digitalisierung künftig noch besser zu nutzen – hierzu soll das Portfolio mit intelligenten Kabeln, Systemen und Dienstleistungen erweitert werden. Mit dem Verkauf der Tochtergesellschaft LEONI Studer Hard beginnt gleichzeitig die Bereinigung der nicht zu den Kernaktivitäten zählenden Bereiche.

Im September erwirbt LEONI 51 Prozent des chinesischen Bordnetz-Herstellers Wuhan Hengtong Automotive. Damit wird unsere Stellung im asiatischen Markt gestärkt und die Basis für künftiges Wachstum in China verbreitert. Wuhan Hengtong beliefert zunächst den Automobilhersteller DPCA, ein Joint Venture der PSA Group mit Dongfeng, Chinas zweitgrößtem Automobilproduzenten. Langfristig soll der Kundenkreis auch andere Fahrzeughersteller vor Ort umfassen.

Neubau in der Ukraine: Im westukrainischen Kolomyia legt der Unternehmensbereich Wiring Systems im Oktober den Grundstein für ein neues Werk. Dieser zweite Standort in dem Land ist auf circa 5.000 Mitarbeiter ausgelegt und soll ab 2017 Bordnetz-Systeme für die europäische Automobilindustrie fertigen.

Das Kalibriersystem „advintec 6D Laservermessung“ vermisst inline unter anderem die Bauteillage in Roboter-gestützten Anwendungen und erweitert so die Möglichkeiten der maschinellen Wahrnehmung.
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